Transfusionsmedizin

Beratung
Die Transfusionsmedizin umfasst vor allem die medizinischen Aspekte der komplexen Prozesskette von der Blutspende bis zur Bluttransfusion. Haben Sie transfusionsmedizinischen Fragen (z.B. zur Indikation von Spezialprodukten, zum Vorgehen bei einem Patienten mit multiplen Alloantikörpern oder zur Bewertung von Alloantikörpern, die während einer Schwangerschaft entdeckt werden) oder Fragen zu den untenstehenden Themen? Unser Ärzteteam gibt Ihnen unter 031 384 22 16 (während der Bürozeiten) oder unter 079 788 42 30 (rund um die Uhr) gerne Auskunft.

Hämovigilanz
Das Heilmittelgesetz verpflichtet uns seit 1.1.2002 zur Etablierung eines Systems zur Erfassung, Abklärung und Meldung von Transfusionsnebenwirkungen und Transfusionsfehlern. Gerne stehen wir Ihnen diesbezüglich mit Rat und Tat zur Seite.

Eigenblutspende
Die Eigenblutspende kann sinnvoll sein, wenn z.B. eine Operation mindestens 6 Wochen im Voraus planbar ist und wenn der Patient ausreichend gesund ist, so dass ihm zwei bis vier Spenden entnommen werden können. Das Anmeldeformular können Sie herunterladen (siehe rechte Spalte). Für weitere Fragen, z.B. zum Thema Eigenblut bei Kindern, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Aderlass
Die klassischen Indikationen zum Aderlass sind die Polycythämia vera sowie die Primäre Hämochromatose. Neu können unter bestimmten Bedingungen Hämochromatose-Patienten zur Blutspende zugelassen werden. In der rechten Spalte finden Sie einen Link zu detaillierten Informationen für den behandelnden Arzt. Das Anmeldeformular zur Therapiespende finden Sie ebenfalls in der rechten Spalte. Für weitere Fragen steht Ihnen unser spendeärztliches Team gerne zur Verfügung (Tel. 031 384 22 16).

Blutstammzellspende
 Jede Person im Alter von 18 - 45 Jahren, die sich als Blutspender eignet, kann sich als Blutstammzellspender » registrieren lassen. Einmal als Blutstammzellspender registriert, kann bis zum 55. Lebensjahr gespendet werden. Voraussetzung für die Durchführung einer Stammzell-Transplantation ist die nahezu vollständige Übereinstimmung der HLA-Gewebemerkmale (HLA = Humane [menschliche] Leukozyten Antigene) von Empfänger und Spender, da sonst Abstossungsreaktionen ausgelöst werden. Für etwa 25 % der Patienten können HLA-identische Geschwister-Spender ermittelt werden. Andere Verwandte sind in weniger als 1% der Fälle passend. So bleibt für über 70 % der Patienten nur die Hoffnung, dass für sie ein geeigneter, freiwilliger Spender gefunden wird. Bei der grossen Vielfalt der Gewebemerkmale in der Bevölkerung (es gibt theoretisch mehr als 50 Millionen Kombinationsmöglichkeiten) ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese Merkmale bei zwei nicht verwandten Personen übereinstimmen, jedoch sehr klein, nämlich 1:1000 bis 1:mehreren Millionen. Obwohl in der Schweiz derzeit ca. 25'000 und weltweit über 13 Millionen potentielle Spender registriert sind, verläuft bei einem Teil der betroffenen Patienten die Suche nach einem geeigneten Spender nach wie vor erfolglos. Deshalb sind wir bestrebt, unseren Spenderpool laufend zu vergrössern. Für weitergehende Auskünfte stehen wir  gerne zur Verfügung.